Routinen-Schritte dauerhaft sichtbar notieren
Schreibe die Schritte an die Tafel, damit Anweisungen während der Übung jederzeit verfügbar bleiben.
Kernaussage
Routine-Anweisungen müssen sichtbar bleiben, nicht nur hörbar sein.
Was ist das?
Du hältst die Schritte der Diagnose-Routine während der gesamten Phase an der Tafel oder auf einer Folie sichtbar fest.
Warum ist das gut?
Lernende können sich jederzeit rückversichern, was gerade gilt. Das reduziert Missverständnisse und entlastet die Lehrkraft bei Wiederholungen.
Wie geht das im Unterricht?
- So gehst du vor: Schreibe drei kurze Schritte gut lesbar an.
- Achte dabei auf: Verben statt Floskeln, z. B. „denken“, „zeigen“, „zuhören“.
- Prüfe am Ende: Ob die Klasse den Ablauf ohne erneute Vollerklärung umsetzt.
Beispiele aus dem Unterricht
- Geometrie: Bei einer Winkelaufgabe stehen die drei Routinen-Schritte neben der Frage.
- Gleichungen: Die Klasse zeigt erst auf Signal, weil Schritt 2 sichtbar erinnert wird.
- Funktionen: In der Begründungsphase verweisen Lernende auf Schritt 3 statt reinzurufen.
Was kann eine Lehrkraft dabei falsch machen?
- Die Lehrkraft notiert zu viel Text statt kurzer Handlungsanweisungen.
- Die Lehrkraft wischt die Schritte weg, bevor die Routine stabil ist.
Was kann in der Praxis schiefgehen?
- Lernende übersehen die Hinweise, weil sie klein oder unübersichtlich sind.
- Sichtbare Schritte passen nicht zur tatsächlichen Durchführung und verwirren.
Quelle (Hintergrund)
Abgeleitet aus Tip 3 („Write the steps of the routine down“) bei Craig Barton, Tips for Teachers, John Catt, 2022.
Mini-Quiz
Wähle eine Antwort — Rückmeldung erscheint sofort.
01 Warum hilft das Aufschreiben der Routinen-Schritte auf der Tafel?
02 Welche Formulierung ist als Tafelhilfe am sinnvollsten?
03 Woran erkennst du, dass die Sichtbarkeit wirkt?
Diskussion
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